Polizeihauptmeister Koch kam mit Bürgermeister Tischer und Hausverwalter Just und wiesen auf Schwamm im Hausgebälk hin und dass das Gebäude in den nächsten Tagen abgerissen wird. Bürgermeister Tischer bot ein Gespräch an in der kommenden Woche um nach einem alternativen Gebäude zu suchen. Daraufhin haben wir die Sachen gepackt um den angedrohten Strafen zu entgehen. Wir werden den Ruf nach sozialen Wohnraum nicht verhallen lassen und Polizei, Stadt und Verwaltung an ihre Versprechen erinnern. Das Gesprächsangebot haben wir uns sogar schriftlich geben lassen:

#1 by snowflake on 20. Oktober 2013 - 7:39
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„[…] natürlich vorbehaltlich der tatsächlichen Möglichkeiten“
Das Problem hierbei ist ja, dass jene tatsächlichen Möglichkeiten im Ermessen der Stadt liegen. Die Stadt Ilmenau entscheidet somit, welches Gebäude oder Grundstück sich zu einem Freiraum für entwickeln könnte.
Dass die Stadt Ilmenau um Oberbürgermeister Seeber und seinem Handlanger Tischer wirkliche Alternativangebote anbieten ist sehr unwahrscheinlich. Vermutlich wird es darauf hinaus laufen, dass diese Verhandlungen ins Leere laufen oder sich über einen riesen Zeitraum hinziehen, wie es gerade in Erfurt, zu beobachten ist. Seit der Besetzung des alten Theaters, am ersten Mai und dessen freiwilligen Auflösung sind mittlerweile 6 Monate vergangen. Ein Gebäude, welches den Interessen der ehemaligen BesetzerInnen zusagt, scheint trotz des langen Zeitraums immer noch nicht in Aussicht. Zumindest gibt es keinerlei öffentliche Informationen hierzu. Ob der Prozess des Findens einer Alternative in Ilmenau positiv und zügig von statten geht, wird sich zeigen. Weitere Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit werden nötig sein, um dem Willen nach Freiräumen weiteren Ausdruck zu verleihen. Hierzu bedarf es auch Solidarität von außerhalb und kontinuierlicher Arbeit der Leute vor Ort.
#2 by lange17 on 20. Oktober 2013 - 11:49
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@snowflake: vielen Dank für den kritischen Kommentar. Wir teilen deine Ängste/Vermutungen/… !
Wir sind nicht wenige und die leerstehenden Häuser auch nicht. Mittlerweile haben wir viel dazu gelernt und viele Unterstützer_innen. Wenn die Stadt uns kein oder ein Haus ohne Freiraum anbietet, dann sehen wir Bürgermeister, Polizei und Hausverwaltung vielleicht das nächste Mal mit unserer/m „fachlichen Gutachter_in“ in der Langen17 oder anderswo wieder. Wir sind überzeugt: Die Möglichkeiten sind tatsächlich!
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