Wir als ehemalige Besetzer_innen der Langen17 sind leicht enttäuscht vom Verhalten des Verhandlungspartners und Bürgermeisters Kay Tischer. Anstatt die Vorwürfe mit uns zu besprechen und aus der Welt zu räumen, richtet er einen Pressetermin ohne unser Wissen aus, um gegen unser Projekt für Kultur, Solidarität und soziale Alternativen zu argumentieren.
Wir sind keine „exzentrischen Studenten oder gewaltbereite Autonome“. Wir kommen nicht aus der „Besetzerszene“ und sind nicht die/der Autor_in der Texte der AGST. Das ihm unklar ist, was wir wollen, verwirrt uns, denn er war auf dieser Website, die den Titel „Freiraum für Kultur, Solidarität und soziale Alternativen“ trägt. Den Augenmerk ausschließlich nur auf die Gruppierungen aus dem „radikal-linken Milieu“ zu richten und dabei die Solidarisierungen aus der Bevölkerung, von Linken, Grünen, Jusos und vielen anderen nicht zu nennen, zeigt, dass die Stadt vielleicht kein Interesse an sozialen bzw. bezahlbaren Wohnraum hat und an Freiräumen in denen sich unkommerzielle Projekte entfalten können. Viele der Vorwürfe von Herrn Tischer richten sich an die AGST und müssen auch von denen beantwortet und nicht uns vorgeworfen werden.
Am Sonnabend wurden uns noch realistische Gespräche zugesichert. Nun entnehmen wir den Zeitungen, dass vermutlich keine Gebäude angeboten werden können. Auch hier fühlt man sich als engagierte_r Büger_in hinters Licht geführt. Leider war Herr Tischer für einen Anruf von uns nicht erreichbar. Wir sind auch bereit dem Stadtrat von Ilmenau Rede und Antwort zu stehen.
Trotzdem sehen wir den Gesprächen positiv entgegen und hoffen weiterhin auf faire Verhandlungen. Wir sind guter Dinge, dass wir mit unseren Ideen Gehör finden, denn wir möchten etwas für alle Ilmenauer_innen erreichen. Auch wir möchten, genauso wie Herr Tischer, ergebnisoffen diskutieren.