Verhandlungen heute um 15:00 Uhr im Rathaus

Heute ist es so weit. Die versprochenen Verhandlungen zur gemeinsamen Suche nach einem alternativen Objekt zur „Langen 17“ beginnen. Wir möchten gemeinsam mit der Stadtgesellschaft uns konkret für sozialen Wohnraum und unkommerzielle Projekträume einsetzen. Das Ergebnis sollte
# ein selbstverwaltetes,
# zentral gelegenes,
# für soziale Wohnräume herrichtbares,
# mit Projekträumen ausstattbares
Objekt zur freien Entfaltung von Kultur, Solidarität und soziale Alternativen sein. Wir möchten dies zusammen mit Bürgermeister Tischer besprechen und echte Lösungen finden.

Gestern haben über 100 Unterstützer_innen die Petition online oder auf Papier gezeichnet. Heute sind wir ab 12:30 Uhr wieder im Mensa-Foyer der TU Ilmenau. Auch der Studierendenrat hat sich ohne Gegenstimme mit uns solidarisiert. Dafür vielen Dank. Auch erhielten wir solidarische Ermunterungen aus den Reihen von Jusos/SPD, Linke, Grüne, Kulturelle Koordinierung e.V., Kinder- und Jugendbeirat, ProBockwurst/Bürgerbündnis-Fraktion und einigen anderen. Wir können gar nicht alle Unterstützter_innen nennen, aber glaubt uns: wir sind euch mega dankbar!

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Kurze Klarstellung für unsere Unterstützer_innen

In den letzten Tagen entstand der Eindruck, wir würden uns öffentlich von unseren Unterstützer_innen distanzieren. Wir solidarisieren uns weiterhin mit allen Gruppierungen, die sich mit uns solidarisieren und unser Selbstverständnis mittragen! Da werden keine Personen und Gruppen ausgeschlossen!

Dabei ist der gewählte Kleidungsstil herzlich egal, solange keine Uniform getragen wird, und wir sind sehr glücklich über jede_n Unterstützer_in. Wir erhielten Unterstützung von der Roten Hilfe für die wir uns bedanken möchten. Viele Aktivistinnen und Aktivisten mit und ohne Erfahrung in der Schaffung von unkommerziellen Freiraum standen uns mit Rat und Tat zur Seite. Denen gebührt Dank!

Wenn wir uns von Gewalt distanzieren, meinen wir Gewalt gegen Menschen, Tiere und gesellschaftliches Eigentum. Am Sonnabend ist niemand von Seiten der Besetzer_innen und deren Unterstützer_innen gewalttätig geworden. Von SEK und einigen Mannschaftswägen der Polizei wurde ein Bedrohungsszenario aufgebaut.

Zudem möchten wir anmerken, dass Menschen kriminalisiert wurden. Wenn eine Besetzung länger leer stehender Gebäude ein radikales Mittel zur Schaffung von unkommerziellem Freiraum ist, dann sind wir eine radikale Gruppe. Wir möchten auch weiterhin mit unseren Unterstützer_innen zusammenarbeiten und Projekte durchführen. Wir verwehren uns jeglicher Bemühungen die das Ziel haben sich unterstützende Gruppen gegeneinander auszuspielen und die Suche nach einem „Freiraum für Kultur, Solidarität und soziale Alternativen“ zu behindern.

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Petition unterschreiben!

Es gibt nun eine Petition in der wir quasi Unterschriften sammeln können für einen Freiraum für Kultur, Solidarität und soziale Alternativen! Jetzt auf OpenPetition.de unterschreiben!

vielen Dank allen Unterstützer_innen!

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Radio Frei: Interview

Wir sind morgen ab 7 Uhr auf „Radio FREI“ dabei. Das Interview mit unserem Sprecher findet ihr auf  Freie-Radios.net.

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Verhandlungstermin steht: Donnerstag 15:00 Uhr

Der vom Bürgermeister Tischer vorgeschlagene Termin am Donnerstag, den 24.Oktober 2013, um 15:00 Uhr im Rathaus, haben wir nun bestätigt.
Ziel unserer Verhandlung ist
# ein selbstverwaltetes,
# zentral gelegenes,
# für soziale Wohnräume herrichtbares,
# mit Projekträumen ausstattbares
Objekt zur freien Entfaltung von Kultur, Solidarität und soziale Alternativen.

Auch bei nicht-städtischem leerstehenden Wohngebäuden hoffen wir auf die Unterstützung der Stadt und sind bereit mit den eigentlichen Besitzerinnen und Besitzern zu sprechen. Am Beispiel der Langewiesener Straße 17 wissen wir, dass die Besitzerin weniger ein Problem mit der Bewohnung der Gebäude hatte, als dass sie wegen baupolizeilicher Sperrung haftbar gemacht hätte werden können für etwaige Personenschäden durch marode Bausubstanz.

Wir freuen uns auf ergebnisoffene und konstruktive Gespräche.

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Stellungnahme: Miteinander reden, statt übereinander

Wir als ehemalige Besetzer_innen der Langen17 sind leicht enttäuscht vom Verhalten des Verhandlungspartners und Bürgermeisters Kay Tischer. Anstatt die Vorwürfe mit uns zu besprechen und aus der Welt zu räumen, richtet er einen Pressetermin ohne unser Wissen aus, um gegen unser Projekt für Kultur, Solidarität und soziale Alternativen zu argumentieren.
Wir sind keine „exzentrischen Studenten oder gewaltbereite Autonome“. Wir kommen nicht aus der „Besetzerszene“ und sind nicht die/der Autor_in der Texte der AGST. Das ihm unklar ist, was wir wollen, verwirrt uns, denn er war auf dieser Website, die den Titel „Freiraum für Kultur, Solidarität und soziale Alternativen“ trägt. Den Augenmerk ausschließlich nur auf die Gruppierungen aus dem „radikal-linken Milieu“ zu richten und dabei die Solidarisierungen aus der Bevölkerung, von Linken, Grünen, Jusos und vielen anderen nicht zu nennen, zeigt, dass die Stadt vielleicht kein Interesse an sozialen bzw. bezahlbaren Wohnraum hat und an Freiräumen in denen sich unkommerzielle Projekte entfalten können. Viele der Vorwürfe von Herrn Tischer richten sich an die AGST und müssen auch von denen beantwortet und nicht uns vorgeworfen werden.
Am Sonnabend wurden uns noch realistische Gespräche zugesichert. Nun entnehmen wir den Zeitungen, dass vermutlich keine Gebäude angeboten werden können. Auch hier fühlt man sich als engagierte_r Büger_in hinters Licht geführt. Leider war Herr Tischer für einen Anruf von uns nicht erreichbar. Wir sind auch bereit dem Stadtrat von Ilmenau Rede und Antwort zu stehen.
Trotzdem sehen wir den Gesprächen positiv entgegen und hoffen weiterhin auf faire Verhandlungen. Wir sind guter Dinge, dass wir mit unseren Ideen Gehör finden, denn wir möchten etwas für alle Ilmenauer_innen erreichen. Auch wir möchten, genauso wie Herr Tischer, ergebnisoffen diskutieren.

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Filmpiraten: Ihre freundlichen Hausbesetzer*innen von nebenan

http://www.youtube.com/watch?v=GW_LtraDOeo

Vielen Dank an die Filmpiraten.

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nächster Schritt: Verhandlungen

Wir haben das Haus verlassen, weil uns ein alternativer Standort versprochen wurde, bzw. dass uns Angebote gemacht werden, insofern es eine tatsächliche Möglichkeit gibt. Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, sieht genügend tatsächliche Möglichkeiten. Wenn kein Angebot uns unterbreitet wird, zeigt dies nur, dass die Stadt kein Interesse an sozialen Wohnraum und alternative Projekträume hat. Morgen erfahren wir den ersten Verhandlungstermin.

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überwältigende Solidaritätswelle

Ein Ziel der Besetzung war Solidarität zu fördern. Die Bereitschaft zur Solidarität zur Langen17 war überwältigend:

Den ganzen Tag wurden wir mit Essen, Geld, Farbe, Möbel, Pkw und vielem mehr direkt am Haus unterstützt. Die Hilfe kam zu großen Teilen aus der Nachbarschaft und von Ilmenauerinnen und Ilmenauer, aber zum Teil auch von weit her. Aus Solidarität reisten Menschen aus vielen Ecken Thüringens und auch Sachsen an. Durch das gemeinsame Anpacken der Besetzerinnen und Besetzer war das Erdgeschoss in circa einem halben Tag aufgeräumt und gesäubert. Wir begannen die Wände zu streichen und stellten Sofas auf, als wir notgedrungen auszogen. Wir haben es nur soweit geschafft, weil soviele Hände nicht gefragt haben, was sie dafür bekommen, sondern um einen sozialen Freiraum zu schaffen. Mehrere Nachbarn und Nachbarinnen boten uns Wasser, sanitäre Anlagen und Kochstellen an. Ein Anwohner begann sogar mit dem Verlegen von Strom zur Langen17.

Eine linke Stadtratsabgeordnete besuchte uns persönlich und bot ihre Unterstützung an. Die Linkspartei als solche bot Unterstützung beispielsweise in den kommenden Verhandlungen an. Die grüne Politikerin Madeleine Henfling ließ ihre Solidaritätsunterstützung vom Bundesparteitag aus übermitteln. Auch die Grünen möchten uns in den kommenden Verhandlungen unterstützen. Die Jusos-Hochschulgruppe und die Jusos Ilm-Kreis solidarisierte sich und machen sich zusätzlich innerparteilich stark für neuen sozialen Freiraum.

Die „ehemaligen“ Bewohner_innen der Langen17 möchten ein fettes Dankeschön an alle Unterstützer_innen senden!!!

Das besetzte Haus in Gotha solidarisierte sich spontan:

Solidarität des JU.W.E.L. e.V.

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Spontane Solidemo

ab 19 Uhr startet eine solidarische Demo am Wetzlarer Platz unter dem Motto „sozialen Wohnraum schaffen“. Macht mit!!!

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