Artikel getaggt mit Sozial

Löwenzahnrebellion beginnt

Nach dem der Stadtrat entschied, dass „mehr Löwenzahn im Stadtgrün“ wichtiger sei, als fehlender sozialer Wohn- und Kulturraum, bzw. die Verdrängung sozial Schwächerer, regt sich Wiederstand. Am 18.März treffen sich um 18 Uhr im Röntgen-Bau alle Initiativen, Vereine, interessierten Bewohner_innen, etc. um sich sich über fehlenden Freiraum nicht-kommerzieller Kulturprojekte auszutauschen und untereinander zu vernetzen. Alle interessierten Bewohner_innen und Vereinigungen Ilmenaus sollen sich eingeladen fühlen.

Ins Leben gerufen wird die Veranstaltung von der Kulturellen Koordinierung, dem Studierendenbeirat  und dem Kinder- und Jugendbeirat.

Für die Lange17 ist klar: Die kapitalistische Gesellschaftslogik lässt die Mieten zur Profitmaximierung steigen, grenzt zunehmend sozial Schwächere aus und nimmt nicht-kommerziellen Projekten den Freiraum. Ilmenau braucht ein
* selbstverwaltetes und
* zentrumnahes Haus zur Realisierung von
* sozialen Wohnräumen und
* nicht-kommerziellen Projekträumen!

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Thüringer Landesregierung bestätigt Wohnungsknappheit für geringe Einkommen

Die SPD-Landtagsabgeordnete Eleonore Mühlbauer stellte eine Kleine Anfrage an die Thüringer Landesregierung. Im Inhalt ging es um linke Subkultur und den Mietmarkt in Ilmenau. CDU-Minister Carius antwortete u.a.: „Die Gutachter gehen dabei von einem leicht angespannten Wohnungsmarkt, insbesondere bei Sozialwohnungen, aus.“

Hiermit stellt sogar die Landesregierung fest, was Bürgermeister und Oberbürgermeister in Ilmenau nicht wahr haben wollen. Für die Menschen, die Wohnungen in der Nähe von Arbeit oder Studium sich nicht leisten können, oder die unzähligen Kulturprojekte, die in dieser Stadt Freiraum suchen, klingt die Aussage sogar leicht zynisch. Doch lest selbst: Kleine Anfrage.

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Podiumsdiskussion „Wie wollen wir leben? Gemeinsam?“

Am 5. Dezember findet ab 17:00 Uhr eine Podiumdiskussion im BC-Club (Max-Planck-Ring 16, 98693 Ilmenau) statt, die eine mögliche Umsetzung von sozialem Wohn-, Frei- und Kulturraum in einem etwaigen Gebäude thematisiert. Es soll Impulsreferate geben die Einblick in ähnliche Projekte gewähren und danach wird über mögliche Alternativen diskutiert.

Die Impulsreferate werden vom Wächterhaus Erfurt und Juwel Gotha gehalten.

Podium:
Alina Zhykhar, Kinder- und Jugendbeirat
Johannes Dippert, Studierendenrat an der TU Ilmenau
Dr. Urs Warweg, Wächterhaus Erfurt
Schüler_innensprecherin Lindenberg-Gymnasium
Madeleine Henfling, Bündnis90/Die Grüne

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soziale Ausgrenzung ist kein Ilmenauer Phänomen

Ilmenau ist ein Hochschulstandort, Arbeitsplatz und ein kulturelles Zentrum im Thüringer Wald. Viele Menschen kommen zum Arbeiten, zur Ausbildung, zum Studieren, kurzum zum Leben nach Ilmenau. In den Großstädten steigen die Mieten stetig und auch in Ilmenau gibt es mittlerweile die höchsten Bodenpreise des gesamten Ilm-Kreises. Parallel steigen die Betriebskosten jährlich an. Gleichzeitig werden soziale Hilfen und die kleinen Gehälter langsam von der Inflation aufgebraucht. Nicht wenige der kleinen Leute geben schon jetzt 50% ihres Monatseinkommen für die eigenen vier Wände aus.

Der Mangel an bezahlbaren Räumlichkeiten wirkt sich auch auf viele soziale Projekte aus. Unkommerzielle Projekte spielen kein Geld ein, welches reichen würde um die nötige Miete zu bezahlen und sind nicht so lukrativ wie bspw. Oberklassewohnungen. Studentenwerk Thüringen, Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) und Ilmenauer Wohnungsgesellschaft (IWG) sind nicht in der Lage neuen Wohnraum zu schaffen. Bürgermeister und Oberbürgermeister halten sich selbst nicht für zuständig.

Wir haben ein anderes Gebäude in Ilmenau in einer öffentlichkeitswirksamen Aktion angefangen zu renovieren, um zu zeigen, dass auch Ilmenau ein Wohnungsproblem für Menschen ohne starken finanziellen Hintergrund hat. Die Solidarität quer durch die Stadtgesellschaft unterstrich diese Wahrnehmung. Es fehlt an sozialem Wohnraum in einer Preislage die nicht mehr profitabel ist. Nur noch finanzstarke Investoren wie Marek Schramm, Wolf&Fabig u.a. können noch Wohnungen bauen, die sich wieder nur Studierende mit reichen Eltern oder gutgestellte Arbeitnehmer_innen leisten können. Diese Wohnungen sind auch oft von schlechter Qualität, d.h. schlecht gedämmt, schimmeln und sind überteuert. Immer darauf ausgerichtet schnell viel Geld zu verdienen.

Die Verdrängung oder Ausgrenzung bestimmter Bevölkerungsschichten nimmt zusätzlich negativ Einfluss auf die Bildungsmöglichkeiten von Arbeiter_innenkinder. Sie werden vom Studieren zunehmend u.a. dadurch ausgeschlossen. Das BAföG sieht eine Wohnpauschale von 224€ vor, die jedoch nicht an die Situationen in den Hochschulstädten angepasst wird. Es ist nur eine Frage der Zeit bis auch in Ilmenau bei den letzten Studierenden die Wohnkosten die Pauschale übersteigt. Der restliche Grundbedarf orientiert sich nicht an den steigenden Fahrtkosten, Verpflegungskosten, Semesterbeiträgen, uvm.

Das Problem ist flächendeckend. Der Prozess der Verdrängung der Menschen mit kleinen Einkommen ist kein neues Symptom Ilmenaus. In vielen anderen Städten wie Jena oder Berlin geht es ähnlich zu. Es ist ein strukturelles bzw. systematisches Problem, dass auf das fehlende Eingreifen der Politiker_innen in den entfesselten kapitalistischen Wohnungsmarkt zurückgeht. Das Gewinnen einiger Weniger wird auf dem Rücken der breiten Gesellschaft ausgetragen.

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Petition unterschreiben!

Es gibt nun eine Petition in der wir quasi Unterschriften sammeln können für einen Freiraum für Kultur, Solidarität und soziale Alternativen! Jetzt auf OpenPetition.de unterschreiben!

vielen Dank allen Unterstützer_innen!

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Verhandlungstermin steht: Donnerstag 15:00 Uhr

Der vom Bürgermeister Tischer vorgeschlagene Termin am Donnerstag, den 24.Oktober 2013, um 15:00 Uhr im Rathaus, haben wir nun bestätigt.
Ziel unserer Verhandlung ist
# ein selbstverwaltetes,
# zentral gelegenes,
# für soziale Wohnräume herrichtbares,
# mit Projekträumen ausstattbares
Objekt zur freien Entfaltung von Kultur, Solidarität und soziale Alternativen.

Auch bei nicht-städtischem leerstehenden Wohngebäuden hoffen wir auf die Unterstützung der Stadt und sind bereit mit den eigentlichen Besitzerinnen und Besitzern zu sprechen. Am Beispiel der Langewiesener Straße 17 wissen wir, dass die Besitzerin weniger ein Problem mit der Bewohnung der Gebäude hatte, als dass sie wegen baupolizeilicher Sperrung haftbar gemacht hätte werden können für etwaige Personenschäden durch marode Bausubstanz.

Wir freuen uns auf ergebnisoffene und konstruktive Gespräche.

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